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Blog Entry No. 10 – Dort, wo die Sterne im Wasser leuchten

Liebe Leser,

wenn bei euch genauso verregnetes Herbstwetter ist wie bei mir, schon mehr buntes Laub auf den Straßen liegt als auf den Bäumen hängt und ihr, wie ich, es liebt euch mit einem Chai Latte (oder jeglichem anderen warmen Getränk ^^) in eine Decke vor einen Kamin zu kuscheln und einfach den ganzen Abend zu lesen, habe ich hier den perfekten Roman für euch: Dort, wo die Sterne im Wasser leuchten von Clara Blais (ist am 13. Oktober 2020 im Kirschbuch Verlag erschienen und unter der ISBN 9783948736033 in den meisten Geschäften sowie im Onlinehandel für etwa 12€ erhältlich). Dieser unglaublich gute Debütroman spielt zwar im Sommer, aber ich bin der Meinung, dass man Bücher, deren Geschichte, Charaktere und Schreibstil so fesselnd sind, zu jeder Zeit im Jahr lesen kann. Außerdem ist der Roman sehr emotional und was passt besser zu emotionaler Stimmung als verregnetes Wetter und ein heißer Kakao?

Wie immer beginne ich mit dem ersten Eindruck, mit dem Cover: Dies ist ein sehr gutes Beispiel eines Buches, dessen durch das Cover geschaffener erster Eindruck nicht enttäuscht wird. Im Gegenteil, ich habe es bisher eher selten gesehen, dass der Buchdeckel den Inhalt und das Gefühl beim Lesen so gut wiederspiegelt wie dieser und somit schon einen wirklich guten Einblick in das Werk selbst gibt. Er ist farblich sehr schön abgestimmt und zeigt zudem die kaum greifbare, aber immer starke Verbindung zwischen den beiden Hauptcharakteren. Hinzu kommt die ästhetische Verwendung des Sternenhimmels, welche zu einem wunderschönen Gesamtbild führt.

In der auf 410 Seiten (in der Printausgabe) erzählten Geschichte geht es nicht nur darum wie Skylar als Kind ihren besten Freund Matt verliert und glaubt verrückt zu werden, weil sie ihn manchmal immer noch sieht. Es wird nicht nur erzählt wie sie die Stadt verlässt, um neu anzufangen, dann aber in ihrer neuen Heimat Damian kennen lernt. Damian, der ihrem besten Freund zum verwechseln ähnlich sieht, jedoch nichts mit Matts Charakter gemein zu haben scheint. Clara Blais beschreibt nicht nur die romantische Geschichte zwischen den beiden Hauptcharkteren, sie schreibt auch über Themen wie Mobbing, Homosexualität, Traumabewältigung und mentale Gesundheit ohne zu beschönigen oder die Möglichkeit der Heilung und Vergebung auszuschließen. Das Buch sorgt dafür, dass Probleme sensibel und emotional angesprochen werden ohne ihre Ernsthaftigkeit zu verlieren und genau das ist unglaublich wichtig, wenn man der Gesellschaft etwas mitteilen will. Ich glaube auch, dass sich wahrscheinlich sehr viele Leser mit einigen Aspekten in Skylars und Damians Leben identifizieren können, ohne es großartig zugeben zu wollen. Mir zumindest geht es so mit einigen Charaktereigenschaften und Problemen der weiblichen Hauptrolle.

Um die angesprochenen Themen dem Leser gut zu vermitteln, ist natürlich ein angenehmer Schreibstil wichtig. Clara Blais’ Stil mit Worten umzugehen ist nicht nur angenehm, sondern fesselnd. Der Lesefluss wurde an keiner Stelle gestört, sodass man voll und ganz in das Geschehen eintauchen konnte. Hätte ich in den letzten Tagen nicht schlafen, essen und auf Arbeit gemusst, hätte ich das Buch wahrscheinlich an einem Stück durchgelesen, weil man diese wundervolle, beeindruckende Geschichte einfach nicht loslassen möchte.

Diese Rezension fällt eher kurz aus, denn bei diesem Werk gibt es für mich keine wichtigen Punkte, die zu kritisieren wären. Für alle Leser die immer etwas zu beanstanden finden und auch Kritik in jeder Review lesen wollen tut es mir leid, dieser Debütroman hat meiner Meinung nach nichts als Lob verdient. Sogar das Ende, welches bei vielen Büchern schwierig gewählt ist, wurde optimal gestaltet. Man sagt immer so schön, dass man für ein Happy End nur an der richtigen Stelle aufhören muss zu erzählen. Nun, ich weiß nicht recht, ob hier von einem Happy End gesprochen werden kann, aber es wurde an einem guten Punkt aufgehört zu berichten.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Dort, wo die Sterne im Wasser leuchten für jeden Romantik- und Mystery-Liebhaber ein absolutes Muss für das Bücherregal ist. Ich selbst habe das Buch auf jeden Fall nicht zum letzten Mal gelesen. Ich freue mich schon jetzt auf die vielen weiteren Stunden, die ich eingekuschelt und Chai Latte trinkend damit verbringen kann, es in voller Gänze immer wieder lesen.

Eure Aly

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